Öl und Salbe aus Ringelblume

Salbe aus Ringelblumen (Calendula) herzustellen, ist einfach und schnell getan. Als Basis dient ein ebenfalls selbst hergestelltes Öl aus den Blüten der Ringelblume. Calendula, der bekanntere Name der Ringelblume, hat Wirkungen, die uns allen bekannt sind: Hautabschürfungen und kleinere Wunden heilen schneller. Calendula hält dabei die Haut elastisch, verhindert die Neubuildung von Bakterien und lindert die Schmerzen. Neben der akuten Hilfe wird die Salbe aus Ringelblume auch erfolgreich bei Ausschlägen und Akne angewendet.

Die selbst erstellte Salbe hält sich auch nach Anbruch noch einige Monate, wenn man sie kühl und dunkel lagert, also am besten im Kühlschrank, wo sie dann ja auch jederzeit griffbereit ist. Die Salbe macht man aus einem Öl, das man selber ansetzt. Das Öl wiederum hat als Basis getrocknete Blüten der Calendula (die auch einen wundervollen Tee, der die Beschwerden von Magen- und Darmgeschwüren lindert). Wichtig ist, dass entkeimte Blüten genommen werden, damit man sich nicht Kolibakterien oder Pilze in die Wunde reibt. Dann wäre „gut gemeint“ nur „schlecht gemacht“ 🙂 Kräuter kaufen. Online? Immer! Ich vertraue deshalb auf die getrockneten und entkeimten Blüten der Calendula aus dem Maple River Kräuterdepot. Dort gibt es zum Beispiel 1.000g der Blüten schon für € 14,60 inclusive einer wunderschönen Deko-Box aus Weissblech.

Das Öl wird am besten kalt hergestellt (Mazerat), das dauert bis zur Verwendbarkeit gegenüber dem sofort verfügbarem, warm hergestellten Öl zwar sechs Wochen, dafür aber gehen keinerlei Inhaltstoffe verloren. Angesetzt wird das Öl in einem Gefäss Deiner Wahl, am besten Glas mit Schraubverschluss. Dieses Glas füllst Du zu Zweidrittel mit Blüten der Ringelblume und übergiesst diese mit einem Öl, am besten kaltgepresstes Sonnenblumenöl, das durch den Eigengehalt an Nährstoffen das fertige Öl nochmals aufwertet. Sonst empfehle ich Olivenöl, das nahezu gleich gut ist. Wenn die Blüten komplett mit Öl überdeckt sind, das Glas verschliessen, an einen sonnigen, zumindest warmen Platz abstellen und einmal täglich ein bisschen schütteln, damit sich kein Schimmel bilden kann. Nach circa sechs Wochen sind die ätherischen Öle der Blüten im Öl aufgegangen, so dass man den Glasinhalt durch ein Tuch sieben kann und das aufgefangene Öl in einem sauberen Behälter kühl lagern kann.

Die Salbe stellt man aus diesem Öl sowie Kakaobutter und Bienenwachs her. Um 30g Salbe zu erhalten, nimmt man 20g des selbst hergestellten Öles und jeweils 4g Kakaobutter und Bienenwachs. Die Butter und das Bienenwachs füllt man in Gläser, das stellt man in einen mit Wasser gefüllten Topf und lässt Butter und Wachs bei kleiner Wärme langsam schmelzen. Währenddessen erwärmt man in einem anderen Glas ebenfalls im Wasserbad das Ringelblumenöl auf ca. 30′ C. Dann lässt man die Butter-Wachs-Mischung ein wenig abkühlen und fügt bei ständigem rühren das Öl hinzu. Schliesslich nimmt man das Glas der Butter-Wachs-Öl-Mischung aus dem Wasserbad und rührt die Mischung solange, bis die gewünschte, gleichförmige Creme entsteht. Diese Creme füllt man dann in kleine Gläschen oder Arzneitiegel, lässt sie abkühlen und verschliesst sie erst dann (!). Ab in den Kühlschrank damit und bei Bedarf ist sie sofort einsetzbar.

Mehr als eine halbe Stunde braucht man eigentlich gar nicht dafür. Nur ein bisschen Geduld, bis das Öl fertig gediehen ist. Aber dann hat man eine wirklich gute, unverfälschte Creme, auf die man sich verlassen kann. Ohne chemische Zusätze hält sich die Creme circa 3 Monate nach Wiederöffnung des Gläschens oder Arzneitiegels.

Alles Gute,

Eure Sabine